Demenz – Wie Demenz bei Katzen feststellen?

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Mit dem Alter nehmen bei Katzen Eigenheiten und Marotten zu. Wenn alte Katzen ihr Verhalten verändern, handelt es sich möglicherweise um eingeschränkte mentale Leistungsfähigkeit (kognitive Dysfunktion). Medizinisch spricht man von Demenz. Der Umgang mit einer dementen Katze kann ganz schön nervig und herausfordernd sein. 

In diesem Artikel erfährst du, wie Demenz bei Katzen festgestellt werden kann und wie du deiner alten Katze helfen kannst, zurecht zu kommen.

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Weitere Artikel über alte Katzen findest du hier.

Demenz - wie Demenz bei Katzen feststellen?

Wird die Katze älter, kann sie viele Gesundheitsprobleme bekommen, die wir von unseren menschlichen Senioren auch kennen. Dazu zählen nachlassende Leistung von Augen und Ohren, Niereninsuffizienz, Gelenkprobleme, Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck und noch viele mehr. Demenz (kognitive Dysfunktion) ist nur eine von vielen altersbedingten Ekrankungen. Sie ist im Anfangsstadium nicht leicht zu erkennen. Denn die Symptome entwickeln sich schleichend. Daher immer wieder die Frage wie Demenz bei Katzen festgestellt werden kann.

Was hat die Forschung bisher herausgefunden?

Zunehmend beschäftigt die Forschung sich mit Gebrechen alter Katzen. Studien vermuten, dass jede zweite über 15 Jahre alte Hauskatze in irgend einer Form altersbedingte Verhaltensstörungen zeigt.

Die Demenzerkrankung der Katze ähnelt der Alzheimer-Erkrankung des Menschen. Das hat die Forschung bereits herausgefunden. Bei Katzen mit neurologischen Störungen wiesen Forscher der Universität Edinburgh die gleichen Eiweißstoffe nach, die auch bei Menschen mit Alzheimer vorkommen.

Bei lebenden Tieren kann die Diagnose bislang nur auf Verdacht gestellt werden. Denn bisher gibt es noch keine Tests, mit der eine Demenz bei Katzen zweifelsfrei zu diagnostizieren ist.

Andere Erkrankungen ausschließen

Um eine Demenz zu diagnostizieren, müssen alle anderen Erkrankungen mit Verhaltensänderungen durch einen Gesundheits-Check für alte Katzen ausgeschlossen werden. So können auch Schmerzen Ursache für Verhaltensänderungen sein. Nachlassendes Seh- und Hörvermögen macht Katzen unsicher. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann Hyperaktivität verursachen. 

Demenz - Symptome bei Katzen

Seit einiger Zeit fällt dir auf, dass deine alte Katze im Wohnzimmer steht und ein klagendes Miauen von sich gibt. Wenn du sie ansprichst, reagiert sie erst einmal gar nicht. Das kann ein Demenz-Symptom sein.

Altersbedingte Veränderungen der kognitiven Fähigkeiten betreffen vor allem Auffassungsgabe, Aufmerksamkeit, Reaktion auf Umweltreize, Lernfähigkeit und Erinnerungsvermögen.

Vielfältig und nicht eindeutig

Mögliche Symptome einer Demenz bei Katzen sind vielfältig und leider nicht eindeutig. Die häufigsten Symptome sind:

  • veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus
  • anhaltendes Schreien, Miauen oder Maunzen ohne Grund, oft auch nachts
  • zielloses Umherwandern
  • Verlust der Stubenreinheit
  • Verwirrtheit und Desorientierung

Zeigt eine alte Katze mehr als fünf der genannten Symptome, dann ist es höchste Zeit, sie zum Gesundheits-Check für alte Katzen in der Tierarztpraxis vorzustellen. Stellt sich dabei heraus, dass die Katze beispielsweise Schmerzen hat, braucht sie eine passende Schmerztherapie.

Tipp: Einige dieser Symptome treten auch bei anderen Erkrankungen alter Katzen auf. Deshalb unbedingt beim Tierarzt vorstellen, um die Ursachen zu finden und die richtige Behandlung einzuleiten.

Verhaltensänderungen dokumentieren

Du kennst deine Katze am besten. Und trotzdem bringst du ihre Marotten, die sie im Laufe der Jahre entwickelt hat, nicht unbedingt in Zusammenhang mit einer Erkrankung.

Altersdemenz ist unheilbar

Altersdemenz ist unheilbar und schreitet fort.


Demenz - wie helfen?

Ist die Diagnose gestellt und der erste Schock verdaut, dann geht es darum, wie helfen. Wie kann man das Leben für eine alte und dement werdende Katze lebenswert gestalten?

Veränderungen vermeiden

Katzen sind Gewohnheitstiere. Für demente Katzen trifft das ganz besonders zu. Jede Veränderung verursacht Stress.

Spielend das Gedächtnis trainieren


Freigang einschränken

Nächtliches Miauen - was hilft?

Die Dunkelheit in der Nacht kann Angst machen. Nachtlichter helfen.

Unsauberkeit - was hilft?

Morgens aufzustehen und an verschiedenen Stellen in der Wohnung auf Hinterlassenschaften der Katze zu stoßen, das nervt. Genaus, wenn man von der Arbeit nach Hause kommt und erst einmal putzen muss. Dabei kann eine demente Katze möglicherweise gar nichts dafür. Sie findet ihr Katzenklo nicht mehr.

Bei Unsauberkeit kann es helfen, wenn die Katze die Nächte und längere Abwesenheitszeiten der Halter in einem kleinen Zimmer verbringt. Ausgestattet wird das Zimmer mit einem gemütlichen Liegeplatz, Futter, Wasser und Katzenklo. Auf kleinem Raum kann sie sich besser orientieren.

Fazit

Demenz bei alten Katzen ist bisher unheilbar. Mit Medikamenten lassen sich die Symptome zumindest mildern.

Begleitende Erkrankungen müssen ebenfalls behandelt werden.

Wichtig für eine demente Katze sind Routinen und ein strukturierter Tagesablauf. Das gibt ihr Sicherheit.


Ich hoffe, dieser Artikel hat dir gefallen. Wenn du dazu Fragen oder Kommentare hast, kannst du diese unten in die Kommentare posten.

Wenn du Probleme mit deiner Katze hast und Hilfe brauchst, dann buche noch heute ein Online-Beratungsgespräch. Ich freue mich, dich zu treffen.

Liebe Grüße

Heidi

online-Katzentierärztin-Heidi Kübler mit Katze

Über die Autorin

Dr.med.vet. Heidi Kübler

„Kranke Katzen sind für ihre Halter ein Problem. Als Online-Katzentierärztin biete ich dir stressfrei schnelle und kompetente Hilfe an. So können du und deine Katze bald wieder euer gemeinsames Leben genießen.“


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